Volle Zustimmung, Hobbit und Revealmap - soweit es die wunderbare Wirkung von gutem Service betrifft.
Man kann nicht einen kapazitätsmäßig vollkommen missdimensionierten Klotz zwischen den Berg und die Autobahn klöppeln und erwarten, dass der Service alles vergessen macht - dazu verkehrt dort zudem die falsche Klientel.
Man kann zwar bestimmte Pferdefüße in der Lage damit abfedern (sh. Granada), aber wenn der Fisch vom Kopf stinkt, ist das bestenfalls Kosmetik.
Die potenziellen Interessenten werden sich einen erschwinglichen Luxus von der Anlage an sich erhofft haben, nicht unbedingt einen Butler und Sterneküche ...
Bezeichnend für den Kampf um Bewertungen ist, dass sie ja noch nicht einmal gut sein müssen -
allein die Masse scheint schon erstrebenswert!
Die Wertschätzung des Mediums als Entscheidungskriterium steigt ungebrochen, dabei werden die wenigsten Nutzer sich Gedanken darüber machen, ob´s nun eine Badetasche war, die für 0,3 Punkte mehr den Ausschlag gegeben hat - oder das kostenlose W Lan.
Zuweilen glaube ich, der Verbraucher stellt sich gern selbst ein Bein - und wundert sich dann, dass man sich seine Bedürfnisse zu Nutzen macht.
Mit einer distanzierten Haltung könnten sämtliche Unsitten vom Strandball bis zum professionellen Bezahl-Kritiker recht schnell ausgerottet werden.
Damit bleiben aber immer noch ausreichend subjektive "Risikofaktoren", wie die schockverliebte Mittdreißigerin, die sich unsterblich in einen Kellner verschaute und dabei sämtliche offenkundigen Mängel gnädig übersah, der vom Shopping und den pubertierenden Gören genervte Familienvater, der alles auf die Goldwaage legte oder die skurilen Figuren, die sich in einer Schmähbewertung ergehen, weil der diabetische Abkömmling freien Zugang zu "Getränken" hatte, die ihm leider so gar nicht bekamen (kein Witz, das gab es schon!).
Man kann sich also fragen, ob eine Strandtasche, ein zusätzliches Markus-Handtuch oder auch ein Event mit Laptops in der Lobby so wahnsinnig viel ausrichtet am viel beklagten "Mangel an Objektivität"? Ich glaub´s nicht ...
Keine Frage, ich halte diese Maßnahmen unisono für nicht bejublenswert, sie sind aber imho auch keineswegs "der Antichrist der Verbraucherobjektivität", zu der sie bisweilen stilisiert werden ...