Welche Auswirkungen hätte der "Brexit" auf den europäischen Luftverkehr?
"Die Fluggesellschaften fürchten einen Brexit. Nicht nur würden die Briten nach einem EU-Austritt wohl häufiger aufs Fliegen verzichten: Auch der freie Zugang zu den EU-Flughäfen steht auf dem Spiel."
Mittlerweile sind die Trennungspapiere eingereicht. Über die Auswirkungen gibt es erwartungsgemäß unterschiedliche Ansichten. Bis hin zu dem Extremfall, dass ab März 2019 keine Flugzeuge zwischen der EU und Großbritannien für eine gewisse Zeit abheben könnten Was wiederum recht unwahrscheinlich sein dürfte:
jetzt schon. Denn bereits Ende 2017 gehen die Planungen für den Sommer 2019 bei den Airlines an den Start. Pessimisten gehen davon aus, daß es ab März 2019 vorübergehend (für Wochen oder Monate) keinen Flugverkehr zwischen der EU und Großbritannien geben könnte. Optimisten hoffen ggf. auf Sonderregelungen:
Easyjet, British Airways, Flybe, Jet2 and Virgin Atlantic
und weitere britische Airlines wurden jetzt von der EU-Kommission angeschrieben, weil diesen bei einem harten Brexit ohne Übergangsvereinbarungen ab März 2019 der Verlust der Lizenzen für Flugverbindungen in die EU sowie innerhalb der Staatengemeinschaft droht. Betroffen sind auch EU-Abkommen mit Drittstaaten wie die Open-Skies-Vereinbarung mit den USA, die dann für die Briten keine Gültigkeit mehr haben.
Durch taktische Spielchen und Verzögerungen beiderseits des Ärmelkanals und gut 3 Monate vor Inkrafttreten im März 2019 noch immer ohne verbindliche Regelungen, da wird nicht nur die IATA nervös:
Flüge für den Sommer 19 schon gebucht? Mit Iberia, Condor, TUIfly, Ryanair und easyjet beispielsweise? Dann könnten diese Informationen im Zusammenhang mit dem Brexit und dem europäischen Luftverkehr interessant sein:
Mirror.co.uk hat schon Anfang Oktober 18 bei britischen Airlines nachgehört hinsichtlich Ticketerstattung im Fall des "hard Brexit" etc.:
Wir haben British Airways gefragt, was mit den Fluggästen im Falle einer Stornierung aufgrund eines No-Deal-Brexit passieren wird. Allerdings lehnte es eine Stellungnahme zu diesem Thema ab.
Aber bis zum Jahresende (?) pendelt sich das irgendwie wieder ein. Spätestens dann
"Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr."
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »cuate« (17. Januar 2019, 15:47)
Ja, die meisten Airlines und Reiseveranstalter haben ihre Vertragsbedingungen um eine sogenannte Brexit-Klausel erweitert und schließen jegliche Haftung aus. Also ganz entspannt bleiben und auf die britisch / europäischen Verhandlungsführer vertrauen. Die haben bisher alles im Griff ...
"Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr."