Ich denke schon, dass das Main Business / die Kundenstruktur eine Rolle spielt bei der Einrichtung von neuen Angebotstarifen.
Insbesondere airberlin oder Germanwings machen einen Gutteil ihrer Umsätze außerhalb des Charter-Geschäfts, während CONDOR und TUIfly - auch bedingt durch die Ziele - den Schwerpunkt im Ferienfliegen haben (nur beispielhafte Nennungen).
Für letztere dürfte auch keine 1:1 Umsetzung der Tarife der Hybrid-Carrier (auch wenn sie jetzt nicht mehr so heißen wollen, finde ich die Begrifflichkeit einigermaßen treffend!) infrage kommen, sie müssen / werden ihre Lösungen an den Bedarf der Kunden anpassen.
Persönlich verzichte ich gerne auf inkludierte Verpflegung, mag aber die Rechnerei nicht, wenn man bei der EPV Buchung beispielsweise im Freigewichtstarif automatisch noch den Snack und 3cm mehr "Beinfreiheit" kauft ...
Aus meiner Sicht müssen die Carrier mit Charterschwerpunkt berücksichtigen, dass die Mehrzahl ihrer Fluggäste Gepäck aufgeben wird und das vermutlich ein weit sensiblerer Bereich ist, als Schrippen und Wässerchen.
Ich stimme marioklein vollkommen zu, dass trotz zumeist sehr präziser Angaben in den Buchungsunterlagen bei den Pauschalreisenden nicht ankommt, welche Leistungen sie denn nun beanspruchen können im Rahmen ihres Vertrages - daraus resultieren schon reichlich Beschwerden - grundloser Art.
"Ich bin das so gewohnt!" ist für mich kein Argument.
Pauschis müssen sich heute auch mit X-Veranstaltern und tagesaktuellen Angeboten abfinden, nehmen trotz geringer Erfahrung nicht unbedingt die Dienste stationärer Beratung in Anspruch, und wer hinterher meckert, wird in den einschlägigen Portalen zumeist darauf hingewiesen, dass Erwartung eben nicht gleichbedeutend ist mit Anspruch.
Dank einer gewissen Transparenz im Net ist nicht mehr
jede Beschwerde "rufschädigend", zumindest nicht zwingend für den kritisierten Dienstleister.
Anregungen zur "Profilierung" ergeben sich teilweise aus eben den Kritiken - man muss nur ein wenig kreativ sein!