So heiss wirds aber nicht mehr.
Allerdings frage ich mich, ob es auf der Welt noch ein Land gibt, in dem so ein Hype ums Wetter gemacht wird wie bei uns.
Wenn ich der Sommer wäre, wäre ich peinlichst berührt. Scheinbar gilt eine Phase zwischen Juni und August nur als Sommer, wenn 30 Grad überschritten sind, die Nächte ungesund warm sind und möglichst noch schön feuchtwarm und drückend. Die meiner Ansicht nach wettertechnisch langsam immer mehr verblödete Menschheit kann sich scheinbar nicht damit abfinden, dass wir wettertechnisch nicht mit Südeuropa mithalten können und erklärt aus diesem Grund jedes Tief als Störenfried oder Tageswerte um 25 Grad als nicht sommerlich genug.
Gehts dann doch mal an die 30 Grad Marke, melden sich aus allen Ecken der Nation freudig erregte Reporter und buhlen um die Grade. Im Fernsehen werden Bierkühler getestet und Melonenschneider empfohlen. Da fragt man sich "gehts eigentlich noch?"
Früher war halt Sommer, mal warm und mal wärmer oder auch mal heiß. Heute muß sich der Sommer schämen, wenn er mal keine 30 schafft und wird medial auf allen Kanälen "behandelt". Da freut man sich auf den Herbst und Winter, wenn diese ganzen 30+ Kasperl endlich Ruhe geben müssen.
Der gute Harald ist scheinbar nicht so "heiß" wie sein Vorgänger Gerd. Das nächste hitzebringende Hoch sollten die Wetterkasperl vielleicht mal besser Juan, Pablo, Javier, Carlos nennen. Harald und Gert klingt nicht sehr heiß sondern eher nach Eiszeit.