... oder Dosensuppen, Pulversoßen und Fertiggerichte verkauft. Oder war das der Lafer?

Bin bei Convenienceprodukten nicht ganz so auf dem Laufenden.
Wir geben für ein gutes, ehrliches Essen auch gerne etwas mehr aus und schätzen ehrliche Küche. Die kann einfach und rustikal sein, aber auch gerne etwas nobler - je nachdem, wohin es uns verschlägt.
Skandalös ist in unserem Hotel, in dem wir gerade sind, die Wareneinsatzplanung. Auf der einen Seite wird hier (in Mexiko!!!) mit vergleichsweise teuren Importfrüchten (Erdbeeren, Brombeeren, Himbeeren.... da kosten 100g im gutsortierten Supermarkt fast gut und gerne soviel wie ein Kilo schönes Rinderfilet

) vor allem zu Dekozwecken nicht gegeizt, obwohl es hier reichlich phantastisches saisonales Obst gibt - und es ist nicht möglich, ein schönes Rinderfiletsteak auf den Teller zu bekommen. Die sollten hier lieber das teure und überflüssige Importobst weglassen und vernünftiges Fleisch kaufen. Wenn mal Filet angekündigt wird, ist es entweder zu max. 0,5 mm dünnen Scheiben niedergemetzelt, fast zur Schuhsohle gebraten und in Sauce ertränkt oder, wenn es ausnahmsweise mal dicker geschnitten wurde, außen brutal verkohlt und innen komplett roh statt medium. Über das Carparccio, welches es heute (italienischer Abend im Buffetrestaurant) gab, breite ich ein betroffenes Tuch des Schweigens. Aber ich ahne langsam, woher die vergewaltigten "Filet" - Fetzen im A la Carte - Restaurant kommen. Vermutlich Schnippelunfälle von Carpaccio - Versuchen
Ein gutes Essen muss nicht aufwändig sein. Aber die Qualität der Rohware und die Zubereitung muss stimmen.